Saal Digital Fotobuch Test | Mein Erfahrungsbericht

POSTED IN Allgemein, Blog, Fotografie, Portfolio19. Dezember 2014

Morgentau am ZeinisjochIch mag Fotobücher sehr.
Die Erinnerung gedruckt in der Hand zu halten hat immer noch etwas magisches…

Da ich mit meinen Bearbeitungen der Österreich und Spanien Fotos bereits fertig war, allerdings weder Zeit noch Ideen für den Druck hatte, kam es mir sehr gelegen, dass mir das Unternehmen Saal Digital die Möglichkeit bot, mich mal so richtig auszutoben und über das Ergebnis einen kleinen Erfahrungsbericht zu schreiben. Hier ist er – verknüpft mit etwas viel Fernweh…

Hat man die Software von der Webseite runter geladen erklärt sich eigentlich alles von selbst.Saal Digital Fotobuch 2014 Man bekommt von Anfang an plausible Hilfestellung bei der Auswahl des Produktes. Eventuell fühlt man sich trotzdem (oder gerade) bei der Fülle von Angeboten und Möglichkeiten anfangs leicht überfordert, wenn man „nur mal eben“ ein Fotobuch erstellen will.

Dafür sind die zur Verfügung gestellten Vorlagen sehr hilfreich. Weiß man von vornherein was dabei raus kommen soll, bedient man sich dem „Profimodus“ oder der „leeren Vorlage“. Und da „nur mal eben“ eh nicht mein Ding ist, fängt der Spaß hier auch an…

Nikon F3 Saal DigitalWie bei allem lohnt es sich auch bei der Software von Saal Digital, sich mit der Oberfläche vertraut zu machen und sich in Ruhe einen Überblick zu verschaffen.

Im Profimodus hat man die Möglichkeit seine Bilder zu platzieren: ganzseitig auf einer Doppelseite. Auf den ersten Blick jedenfalls.
Da wir aber alle größtenteils auf Plug- & Play stehen, empfehle ich von Anfang an die leere Vorlage. Hier kann man sich nach Lust und Laune austoben, Bilder verschieben, ganzseitig platzieren, oder mehrere Bilder mit oder ohne Rahmen drüber legen. Wie in den Ebenenmodi in Photoshop kann man auch später noch bei Nichtgefallen alles wieder komplett ummodeln. Top!

Zeinisbach Zeinisjoch Panorama Österreich Nachdem ich meine Bildauswahl getroffen hatte und schon vor der eigentlichen Zusammenstellung wusste wie das Buch letztendlich aussehen soll, ging alles recht schnell.
Die Erstellung an sich hat mich inklusive nachträglichen Schönheitskorrekturen und Umstellungen keine zwei Stunden Zeit gekostet.
Nach dem Upload bekommt man umgehend eine E-Mail über den eingegangenen Auftrag. In meinem Fall sonntags.
Schon am Montag bekam ich die Versandbestätigung – am Dienstag war ich mehr als überrascht, als ich das Päckchen in der Hand hielt.
Versand – ganz klar: Note 1.

Das Buch war sicher und gegen Transportschäden sorgfältig geschützt verpackt. An keiner Kante waren Eindrücke zu sehen. Was mich sofort überzeugt hat (wichtiger als die Versandzeit): die Qualität an sich!

Entschieden habe ich mich für das Format 28 x 19, Hardcover mit glänzendem Umschlag und 70 Seiten. Bei den Buchseiten handelt es sich um Echtfotopapier. Das beeindruckt immens und fühlt sich verdammt gut an.
Zeinisjoch Österreich | Stephan KlementAuch wenn auf den Fotos hier teilweise Handschuhe zu sehen sind – die benutze ich für vorliegende Drucke oder bei (weniger vorkommenden) Produkt-fotografien, bin ich da nicht wirklich pingelig.
Das Hochglanzcover ist robust und kann problemlos von Fettflecken ahnungsloser Betrachter befreit werden.
So verhält es sich auch bei den Seiten.
Die Echtfotos sind irgendwie noch mit einer Schicht überzogen (sorry, dass ich mich da jetzt nicht ganz so schlau drüber gemacht habe. Ich denke da eher pragmatisch, als dass mich die Technik dahinter interessiert), bei der es überhaupt kein Problem ist, Flecken von Fingern mit einem Linsen- oder sonstigem, weichen Tuch wegzuwischen. Die Seiten pappen nicht zusammen und lassen sich problemlos umblättern.

Die Farben sind realistisch, bzw. originalgetreu der entsprechenden Bearbeitung (dies funktioniert auch überraschend gut mit unkalibrierten Monitoren).
Einzig die über die Schärfe sollte man sich vorher gründlich Gedanken machen: für mich handelte es sich um ein reines Testbuch, das die Grundlage für weitere Fotobücher bilden sollte. Deswegen habe ich verschiedene Vorlagen verwendet. Unbearbeitete, in JPEG umgewandelte RAWs (ich arbeite nur mit dem RAW Format), sowie in Photoshop aufwendig bearbeitete Bilder.
Wenn es vor ein paar Jahren noch hieß: für den Druck nachschärfen! – werde ich beim nächsten Buch darauf verzichten. Die Bilder sind dermaßen scharf, dass es teilweise schon zu Überschärfungen im Kantenbereich kommt.

Fotobuch selbst gestalten Saal Digital

Sind die Bilder auf dem Bildschirm scharf, sind sie auch im Buch scharf – an den Reglern muss nichts mehr hochgedreht werden. (Die Zeiten der absoluten Schärfe sind bei mir eh so langsam vorbei. Aber dazu in einem anderen Artikel…)

Fazit: die Farben sind echt und das Buch hat die Wertigkeit, die man sich unter einem guten Buch vorstellt. Es liegt gut in der Hand, ist nicht zu sensibel und die Qualität der Fotos ist absolut spitze!
Im Regal ist es ein Blickfangpunkt: jeder, der daran vorbei läuft, muss es in die Hand nehmen – es macht ihm nix aus.
Ich werde natürlich weiterhin andere Anbieter testen, klar. Aber das, was ich da an Qualität im Regal stehen habe, ist das, wovon man vor Jahren nur geträumt hat! Vorerst meine ganz klare Empfehlung!

Es gibt vorerst nur einen Kritikpunkt: wer sich nicht regelmäßig mit Fotos und Fotobüchern beschäftigt und mal eben seinen letzten Urlaub gedruckt festhalten will, der fühlt sich mit Sicherheit anfangs von den Möglichkeiten erschlagen. Hier wäre mit Sicherheit etwas mehr Klarheit in der Software wünschenswert. Das bezieht sich allerdings nicht nur auf diesen Hersteller, sondern auf alle.

Frohes Wochenende! :-)

Wichtige Dinge 2014

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