Leica Wetzlar | Ein Sonntagsbesuch…

POSTED IN Blog, Portfolio30. Dezember 2014

Leica-WetzlarVorgestern ging’s zum ersten Mal ins neue Gebäude von Leica Wetzlar. (Liegt ja quasi in der Nachbarschaft…) Unter anderem findet dort aktuell eine Ausstellung der Fotografin Claire Yaffa statt.
Wenn nicht gerade eine Vernissage mit Sektempfang ansteht, sehe ich mir Ausstellungen eigentlich immer wieder ganz gerne an.

Mit dem Fotografieren bei Ausstellungen ist das ja immer so ne Sache. Aber tatsächlich durfte ich – nach höflichem Anfragen – problemlos alles fotografieren. Tatsächlich: alles. Sehr angenehm!

60-Jahre-Leica-MTrotzdem möchte ich keine Fotos von den ausgestellten Fotografien zeigen. Im Netz gibt’s genug davon zu sehen. Wer dennoch Interesse hat: aktuell hängen dort Exponate von Fotografen wie Henri Cartier Bresson, Robert Capa, Jim Marshall, Fred Herzog und vielen anderen. Besonders gepackt hat mich eine Fotografie von Jane Evelyn Atwood (der Mann, der in seiner Hütte auf dem Bett sitzt und etwas aufschreibt. Ohne Hände.). Sensationell!

Fred Herzog’s Bild „Man with Bandage“ hängt auch da. Etwas völlig anderes, aber dennoch zieht es mich immer wieder in seinen Bann. So könnte ich jetzt fast jedes Bild aufzählen. Allein die ersten fünf, sechs Bilder habe ich mir in zwanzig Minuten abgesehen. Wäre ich nicht zum weitergehen genötigt worden, stünde ich wahrscheinlich immer noch da.

Leica-Objektiv-QuerschnittAls nächstes haben wir uns die ausgestellten Kameramodelle von Leica angesehen. Ich weiß nicht, ob es die komplette Palette war, aber auf den ersten und zweiten Blick waren es gefühlt: alle.
Ich bin nicht wirklich ein Technikfreak, der das komplexe Gerät komplett verstehen muss und im Notfall nachbauen könnte. Aber es fasziniert mich, was aus Menschenhand geschaffen wird, bzw. wurde. Die erste Kleinbildkamera von 1914 stand da nämlich auch. (Okay, ein Replik der Ur-Leica. Dennoch faszinierend!).

Während der Geschäftszeiten kann man sich sogar die Produktion ansehen. Vor Panoramafenstern gibt es in die Ablagen eingebaute Touchscreens, auf denen man sich Informationen einholen oder Produktionsvorgänge ansehen kann.

Leica-Wetzlar-Ausstellung-ObjektiveLetztendlich bin ich wie ein kleines Kind durch die Räume gelaufen und stand an jeder Vitrine mehrere Minuten. Da man das aber nicht jedem antun kann (ich bin auch kein sonderlich großer Fan von Veranstaltungen, die mich nicht interessieren), sind wir nach knapp zwei Stunden schön essen gegangen.

Eines steht definitiv fest: 2015 werde ich mehrere Sonntage nutzen, um mir die Ausstellungen, Kameras und Objektive in den Hallen von Leica anzusehen. Ich bleibe zwar nach wie vor Nikon treu, aber ein bisschen hat mich der Leica Virus schon gepackt. Alleine schon geschichtlich: einen sehr interessanten, knapp 45minütigen Bericht – Die Leica-Geschichte – bietet übrigens der Hessische Rundfunk bei YouTube an.

Weil’s passt und ich zwischendurch gerne immer mal wieder schwarzweiß fotografiere, sind die Fotos heute alle monochrom gehalten. Bis auf eines. Das Gehäuse der M4-2 muss man einfach in Farbe festhalten.

Na dann, mal sehen, ob ich bis morgen noch einen Jahresrückblick zusammen gestellt bekomme… Falls nicht, wünsche ich an dieser Stelle schon mal einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Leica-Objektive-Wetzlar  Leica M4-2  Leica-Wetzlar-2014

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